Der Kappzaum – ein Allrounder für Reiten und Longieren
Der Kappzaum gilt als sanftes und zugleich präzises Hilfsmittel in der Pferdeausbildung, da er auf Nasenbein und Genick wirkt. Besonders beim Longieren und in der Bodenarbeit ist er sehr beliebt. Kappzäume verfügen meist über drei Ringe am Nasenriemen, an denen Longe und Hilfszügel befestigt werden können. Achten Sie darauf, dass die Ringe nicht zu weit vorne sitzen, wenn der Kappzaum auch zum Reiten verwendet werden soll.
Unterschiedliche Kappzaum-Varianten
Es gibt verschiedene Ausführungen, darunter die deutsche Variante mit einem stabilisierenden Naseneisen aus ein bis drei Gliedern. Weitere Varianten sind die spanische Serreta oder der französische Caveçon. Die Materialien sind meist Leder oder Nylon, wobei Leder schwerer ist. Modelle ohne Naseneisen eignen sich eher zum Reiten, da sie beim Longieren schneller verrutschen können. Einige Kappzäume bieten zudem die Möglichkeit, ein Gebiss einzuschnallen.
Kann man Ausbinder am Kappzaum befestigen?
Das Longieren mit Kappzaum ist sehr vielseitig. Neben dem Arbeiten ohne Hilfszügel können auch Ausbinder am Kappzaum befestigt werden, sodass das empfindliche Pferdemaul geschont wird. Diese Methode eignet sich besonders für junge oder sensible Pferde.
Alternativ kann der Kappzaum mit einer Trense kombiniert werden, wobei die Ausbinder in die Gebissringe eingehakt werden. Je nach gewünschter Wirkung sind beide Varianten möglich. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Kappzaum korrekt sitzt und optimal passt.